Damit Sie als Gastgeber nicht der Versuchung anheim fallen eventuell nicht vorhandenes Fachwissen heucheln zu müssen, nur weil vieleicht so ein "supercooler" Pseudoweinkenner unter Ihren Gästen mit Fremdwörtern geradezu um sich wirft, haben hier wir einige Fachbegriffe aus dem Weinbau allgemein, und aus dem spanischen Weinbau speziell beschrieben. Wir werden diese Liste schrittweise weiter ergänzen. Sollten Sie von einem Begriff Kenntnis haben, von dem Sie meinen er sollte hier erklärt werden, sind wir Ihnen für eine kurze Information natürlich dankbar.
bezeichnet das Umfüllen von Wein in einen anderen Behälter, wobei man darauf achtet, dass der Bodensatz im ersten Behälter zurückbleibt. Weißweine kann man zwei bis drei mal abstechen, jeweils in den kalten Monaten von November bis Januar, damit die niedrigen Temperaturen Verunreinigungen durch Mikroorganismen verhindern. Danach erfolgt die Auswahl der Abstiche mit den anschließenden Mischvorgängen, je nachdem welche Qualität erzielt werden soll.
als Alterung wird allgemein die Zeit bezeichnet, in der der Wein weiter im Fass oder Tank reift, bis er zur Abfüllung auf Flaschen bereit ist.
Das Alter der Rebstöcke hat starken Einfluss auf die Quantität und die Qualität der Trauben und so in letzter Konsequenz auf die erzeugten Weine. je älter desto i. d. R. weniger Quantität bei höherer Qualität.
Eine Methode die seit ca. 60 Jahren in Katalonien und Rueda angewandt wird. Hierbei wird der Wein in großen Kristallglasballons gelagert und normalem Wind und Wetter ausgesetzt. Diese Methode lässt den Wein schneller altern, weil man so gewissermaßen die normalen Reifetage multipliziert. Sehr oft wird auch eine gemischte Alterung in der Folge, zuerst im Fass und danach In Kristallglasballons durchgeführt.
Zeit, die der Wein oder Cava braucht, bis er zur Abfüllung/Vermarktung vorbereitet werden kann. (Barriqueausbau / Tankausbau, Flaschengärung)
bezeichnet die Zeit, die der Wein im Eichenfass verbleibt um bestimmte Tannine und andere Geschmacksaromen aufzunehmen. Neuere Verfahren versuchen durch den Zusatz von Eichenholzspänen in Gärtanks diesen Prozess zu vereinfachen und den Barriqueausbau zu umgehen. Jedoch darf die Wirksamkeit dieser Methode bezweifelt werden, da im traditionellen Weinbau auf den klassischen Ausbau im Fass gesetzt wird. Man ist der Meinung, die benötigten Aromastoffe können sich so besser entfalten, als durch die ausschließliche Verwendung von Holzspänen im Tank.
Eichenfass zur Reifung des Weins, wird vor dem Befüllen mit Schwefel ausgeräuchert um den restlichen Sauerstoff und eventuelle Mikrobenreste zu entfernen. Sie werden manchmal auch als Bordelaiser bezeichnet, wenn die Fassgröße 225 Liter beträgt. Die Barriquefässer der heutigen Zeit sind meist aus ausgesuchter französischer, amerikanischer und manchmal auch aus russischer Eiche, von Werksätten namhafter Küfer hergestellt worden. Sie liefern dem darin enthaltenen Wein Tannine und weitere essentielle Aromagrundlagen. Die Qualität der Barriques nimmt mit zunehmendem Alter ab, weshalb sie von Zeit zu Zeit teilerneuert bzw. ganz ausgetauscht werden.
ein Fachwort aus dem französischen Weinbau. Mit einem s.g. Batonagelöffel wird in das Spundloch des Barriquefasses gefahren und so die Feinhefe im Fass aufgerührt. Die Batonage wird in der folgenden Zeit fortgeführt. Wie häufig dieses Verfahren angewendet wird, hat zusätzlich Auswirkungen auf den späteren Geschmack des Weins. Die geschmackliche Hefenote, die "Cremigkeit" (Mouthfeel) wird dadurch sehr stark beeinflusst. In der Regel wird die Batonage anfänglich zwei- bis dreimal pro Woche, später zweimal pro Monat durchgeführt. Wie oft jedoch genau und wie lange, bleibt meist ein gut gehütetes Geheimnis der jeweiligen Weinmacher / Önologen.
bezeichnet Weinanbau nach streng biologischen, d. h. rein natürlichen Methoden in der Bewirtschaftung von Rebflächen. Jegliche Verwendung von Kunstdünger, chemischen Unkrautvernichtern und Insektiziden ist verboten. In der Erzeugung darf keine Weinsteinsäure als Hilfsmittel verwendet werden, wohl aber Zitronensaft, wenn er von biologisch erzeugten Zitronen stammt. Namhafte Fachleute sind der Meinung, dass manche Verbote nicht notwendig sind, und das ebenso einige vernünftige Vorgaben fehlen. Ebenfalls darf der Wein zur Abtrennung von Feinstschwebeteilchen nicht zentrifugiert werden, obwohl das nachweisbar keinen negativen Einfluß auf den Wein hat. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Thema Biowein im Rahmen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in den beteilgten Ländern weiter entwickeln wird.
bezeichnet ein Cuvée verschiedener Weine, (z. B. Chardonnay, Macabeo etc.) bevor er in Flaschen gefüllt wird.
eine Kultivierungsmethode des Weinstocks unter Berücksichtigung streng wissenschaftlicher Gesichtspunkte, wie etwa Zuführung von Wasser, zeitweilig nur an bestimmten Teilbereichen der Pflanzenwurzel, Einbeziehung mehr differenzierter Faktoren, wie Klimabedingungen in direkter Umgebung des einzelnen Rebstocks (steht er am Rand von Wald, wieviel Sonneneinstrahlung hat er am Tag etc.) Weitere Techniken, wie die besondere Art der/des Auslichtung der Äste/Blattwerks einer Weinrebe zur Erhöhung der Sonneneinstrahlung auf die Trauben, kommen ebenfalls zur Anwendung. Ziel ist eine möglichst gleichmäßige Fruchtausbeute für den gesamten Rebstock.
französisch für Weissherbst, in früheren Zeiten war es die englische Bezeichnung für einen Bordeauxwein. Bei einem Weissherbst erfolgt die Fermentierung zusammen mit den Schalen der Traube und dem Most. (siehe kurze Mazeration) Dadurch erhält der seine Farbe. Allerdings wird in den ländlichen Gebieten sehr oft ein Rosado / Roséwein als Clarete bezeichnet.
bezeichnet den Verschnitt von Weinen unterschiedlicher Rebsorten eines gleichen Jahrgangs. Der Önologe ist ständig bemüht, aus verschiedenen Rebsorten ein geschmacklich gut abgerundetes Verhältnis für einen Wein zu erreichen. So kann er z. B. bestrebt sein, verschiedene Rebsorten so zu verschneiden, dass keine Rebsorte geschmacklich besonders auffällt.
sind die so bekannten übereinander liegenden Fassreihen. Die Fassreihen der älteren Jahrgänge werden jeweils mit dem Anteil Cognac, Essig, Sherry, Wein etc. aus der darüber liegenden Reihe wieder aufgefüllt, welcher gerade in der zu bearbeitenden Reihe entnommen worden ist. Das setzt sich bis in die oberste Reihe fort, bei der frischer Wein etc. nachgefüllt wird. Dieses Verfahren ist als Soleraverfahren oder Solerasystem bekannt. Je nach Lagergröße und Beschaffenheit können solche Fassreihen auch gegenüber liegen. Z. B. rechts jüngere Jahrgänge, links ältere Jahrgänge.
bezeichnet die Mindestausbauzeit, die ein Weiß- Rosé- oder Rotwein haben muss, um als Crianza bezeichnet werden zu können. Es gilt beim Crianza die Gesamtzeit 24 Monate, davon 6 Monate im Barriquefass 18 Monate auf der Flasche.
Zusammenstellung von Weinen ähnlicher Art mit leicht unterschiedlichen Geschmacksvariationen.
in der Cavaherstellung werden nach bestimmten Zeitabständen, die Flaschenhälse gefroren und die Flasche anschließend entkorkt, so dass die im Flaschenhals enthaltenen Hefen mit dem Eisblock herausgedrückt werden können. Danach wird die Flasche mit einer Menge des selben Weins oder eines älteren Weins, (je nach gewünschtem Zuckergehalt) wieder aufgefüllt, verkorkt und mit einer Drahtklammer versehen. Nun ist der Cava fertig zur Vermarktung.
Verkostung = Weinprobe
Wasserentzug, Wasser entziehen
Umfüllen des Weins aus der Flasche in ein meist bauchiges Glasgefäß mit Ausguss zur Vergrößerung seiner Oberfläche, damit sich die Aromen besser entfalten und eventuell in der Flasche entstandene unangenehme Gerüche sich verflüchtigen können. Gleichzeitig kann sich ein eventuell in der Flasche vorhandenes Feindepot auf dem Boden des Dekantiergefäßes absetzen. Dieses Prinzip findet ebenfalls in der Weinerzeugung und Weinessigproduktion unter der zu Hilfenahme von großvolumigen Behältern zum Abschluss des Weinausbaus zur Klärung des Endprodukts vor der Flaschenabfüllung seine Anwendung. Man möchte so den Einsatz von Filtertechniken gering halten, bzw. wenn möglich ganz vermeiden.
ein in Frankreich entwickeltes Verfahren, bei welchem der Fass gärende Rotwein in regelmäßigen Zeitintervallen mit der Maische, also dem Fruchtfleisch, den Traubenschalen und den eventuell noch vorhandenen Stängelanteilen durchmischt wird. Diese Prozedur sorgt für eine gute Extraktion der Farb- und Gerbstoffe.
in Kurzform auch D. O. oder DO Weinanbaugebiet/Anbaugebiet in welchem die Produktion nach vorgeschriebenen Regularien im Sinne des spanischen Weingesetzes erfolgt. Die Bezeichnung Denominación gibt es in Spanien auch im Zusammenhang mit dem Anbau von Feldfrüchten sowie weiteren Bereichen der Lebensmittelerzeugung. z. B. Olivenölproduktion etc. Daneben gibt es in Bezug auf Weinbau zusätzlich die Bezeichnung Denominación de Origen calificada, (DOC). Ihre Wertigkeit wird was die Qualität der dort produzierten Weine anbelangt, noch einmal höher eingestuft als die der "normalen" Denominación. Diese Art der Bewertung ist jedoch in der Fachwelt sehr umstritten.
ein Wein, dessen Trauben erst geerntet werden, wenn diese die ersten Frostnächte zum Ende des Herbstes mitbekommen haben. Sie werden möglichst noch in gefrorenem Zustand abgeerntet.
hierbei werden die gepressten Trauben, (auch Pulpe genannt) von den Stängeln der Rispe getrennt, damit sich bei längerer Mazeration der Maische keine unerwünschten Geschmacksstoffe der holzigen Teile übertragen können.
zweiter Gärungsvorgang in der Flasche, bei dem aus einem s. g. Grundwein z. B. Schaumwein, Sekt, Champagner oder Cava wird.
Gärung ist der Prozess, bei dem der im Most enthaltene Zucker zu Alkohol umgewandelt wird. Diese alkoholische Gärung wird durch die Anreicherung mit Hefen ermöglicht, die unter Luftausschluss die Zuckeranteile in Alkohol und Kohlensäure umwandeln.
so bezeichnet man in Spanien süße oder halbsüße Weine mit einem Alkoholgehalt zwischen 15 und 23% vol. Sie kommen aus unterschiedlichen Anbaugebieten, sind von ihrer Geschichte her aber mit Andalusien verbunden. Ausgangsprodukt hierfür ist ein leichter Grundwein, ähnlich einem Tafelwein mit 11% vol., welcher aus der Palominotraube gewonnen wird. man unterscheidet zwischen:
normalbiologischer Ausbau im Fass, Es findet keine Oxidation statt, daher resultiert seine blasse Farbe. An der Oberfläche des Weins im Barrique-Fass sammeln sich die Hefen und bilden einen undurchdringlichen Florschleier, den s. g. velo en flor unter denen der Fino reift.
Er wird ebenfalls in der ersten Stufe als Fino ausgebaut, jedoch anschließend mit Weingeist bis zu 17% vol. aufgefüllt um den Hefeflor abzutöten.
ausgehend vom gleichen Grundwein wie bei Fino und Amontillado, wird in der ersten Ausbaustufe Weingeist bis 19% hinzugefügt um die Bildung des Florschleiers zu verhindern und den Wein unter normaler bzw. wenig gekühlter Umgebungstemperatur weiter oxidieren zu lassen.
Zu den Dessertweinen zählt auch diese Generoso-Art. (Gleichzeitig ist Pedro Ximénez eine bekannte weiße Rebsorte in Spanien.)
ist ein Cuvée aus verschiedenen Olorosos mit Süssweinen, die entweder jeder für sich seperat im Soleraverfahren hergestellt werden oder machmal bereits als Coupage den bekannten Produktionsverfahren unterzogen werden. Auch hier gilt, dass sich die Weinmacher sehr gerne über die Feinheiten ihrer Methoden ausschweigen. Für alle 5 Arten gilt die Reifung im Soleraverfahren.
bezeichnet die Mindestausbauzeiten für einen solchen Wein. Es gilt für Weiß-/Roséwein gesamt 48 Monate davon 6 Monate im Barriquefass 42 Monate auf der Flasche. Rotwein gesamt 60 Monate davon 24 Monate im Barriquefass 36 Monate auf der Flasche.
(Tankausbau in der Schaumweinerzeugung) hierbei erfolgt die zweite Gärung in Spezialgroßtanks aus Edelstahl und der Schaumwein ist nach 20 Tagen zur Abfüllung bereit.
Weinart, meistens fruchtiger Natur und nicht stärker als 11 % vol., welche je nach den Bedürfnissen der Kellerei als Basis für die weitere Verarbeitung z. B. zu Schaumwein oder Mistela, Generosos genutzt wird.
Hefe/n Der Begriff Hefe ist ja ausreichend bekannt. Als Hefen in Zusammenhang mit Wein oder Gärung werden Mixturen aus ganz unterschiedlichen Stoffen mit Hefe bezeichnet, die sich je nach Rezeptur und Weinart sehr stark von einander unterscheiden. Natürlich hat auch zu diesem Thema jeder Weinmacher seine eigene, nur ihm bekannte Rezeptur.
Der Begriff Hefe ist ja ausreichend bekannt. Als Hefen in Zusammenhang mit Wein oder alkoholischer Gärung werden Mixturen aus ganz unterschiedlichen Stoffen mit Hefe bezeichnet, die sich je nach Rezeptur und Machart des Weins sehr stark von einander unterscheiden. Natürlich hat zu diesem Thema jeder Weinmacher seine eigene, auschließlich nur ihm bekannte Rezeptur.
Von einem niedrigen Hektarertrag spricht man im Weinbau wenn, gemessen am Durschnittsertrag eines Weinbergs die Ausbeute an Trauben deutlich reduziert worden ist. Qualitätsweine stammen in der Regel aus Parzellen mit niedrigen Hektarerträgen, da sich durch weniger Reben pro Quadratmeter, höhere Traubenqualitäten realisieren lassen. Vorsicht ist geboten bei billigen Supermarktweinen mit dem Aufdruck Produktion aus Niedrighektarerträgen (oder ähnlichem), da es sich sehr oft um Coupagen (Zusammenmischungen) aus mehreren 100 verschiedenen Restpressungen der unterschiedlichsten Winzer aus verschiedenen Weinbaugebieten handeln kann.
hierbei handelt es sich um ein von einem unserer Produzenten entwickeltes Verfahren zur Beeinflussung des Gärungsprozesses in der Herstellung von Rotwein.
in dieser Phase entfernt man die letzten Unreinheiten und lässt den Most dazu durch Separatoren laufen. Danach ruht er für einige Stunden in Behältern bei denen der Abflusshahn ein paar Zentimeter über dem Boden angebracht ist, damit sich die darin noch befindlichen Schwebstoffe absetzen können, bevor der so gereinigte Most in die Gärtanks kommt.
einfacher Wein ohne spezielle Ausbauzeiten im Barriquefass oder sonstige Verfeinerungen. Oft in 3 - 5 Liter-Schläuchen oder größeren Behältern zu haben, da wegen der "minderen Qualität" eine Flaschenabfüllung nicht lohnt. Es gibt in Spanien oft gute Landweine in Flaschen abgefüllt, welche als s. g. Vino de Casa oder Vino de Mesa in Restaurants zum Essen angeboten werden.
gequetschte Trauben
er bildet sich im Barriquefass durch alkoholische Gärung. Dabei werden die festen Anteile der Maische, Traubenschalen, Fruchtfleisch etc. an die Oberfläche gebracht und verhindern die Luftzufuhr zu Gärgut. Siehe auch Batonage, Umrühren
Bei der Rotweinherstellung findet eine zweite Gärung statt, welche auch Apfel-Milchsäure-Gärung genannt wird. Die agressivere Apfelsäure wird in eine weichere, die Milchsäure verwandelt. Das gibt dem Rotein Milde und Finesse.
Aufweichung von Gewebe durch Flüssigkeit. So steht es im Duden. Im Zusammenhang mit Wein ist die Herauslösung von Farbmolekülanteilen aus den Traubenschalen des entrappten und gepressten Leseguts während einer kurzen und kalten Extraktionsphase gemeint. Gleichzeitig wird ein vorzeitiger Beginn der Gärung verhindert.
bezeichnet die Methode, bei der aus den Rotweintrauben Roséweine (Rosados) erzeugt werden. Die Trauben werden gerade lange genug gepreßt, um den benötigten Anteil an roten Farbmolekülen aus den Schalen freizusetzen, damit der so gewonnene Most keine tiefrote Färbung wie Rotwein bekommt. Weinbauer die ihr Fach beherrschen, können so z. B. aus der roten Rebsorte Pinot Noir einen perfekten weißen Cava herstellen.
Klimabedingungen die für eine bestimmte Zone, den kleinen Teil eines Anbaugebiets oder auch nur für eine bestimmte Örtlichkeit, wie einen Weinberg, Landstrich etc. gelten, die Lage von Rebflächen z. B. an einem Südhang in Waldnähe, abweichend vom Normalklima in dieser Region. Die Beachtung von Mikroklimata hat im modernen Weinbau inzwischen große Bedeutung erlangt, da ja nach Lage der Rebflächen einer Weinkellerei, Faktoren wie vollkommen unterschiedliche Zeiten z. B. der durchschnittlichen Sonneneinstrahlung pro Jahr usw. zu berücksichtigen sind.
unvergorener Traubensaft. In Süddeutschland oder der Schweiz wird auch Obstwein als Most bezeichnet.
gehobener Ausdruck für Weinprobe, Weinverkostung, Weintest oder Degustation. Er bezeichnet den Zeitraum, in welchem der Wein alle sensorischen Geschmacksknospen der menschlichen Zunge benetzt. Einige davon kommen erst beim Vorgang des Schluckens mit Wein in Berührung, da sie kurz vor dem Rachenraum plaziert sind. Erst jetzt erschließt sich dem Geschmackssinn kritischer Weinverkoster und Weintinker das vollständige Spektrum aller Aromen.
der Mönch Pierre Pérignon, genannt Dom Pérignon war im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts für die Entwicklung des Schaumweins, aus dem der Champagner und in Folge der Cava in Spanien entstand ursächlich verantwortlich. Er war ebenfalls maßgeblich an der Erfindung des Prinzips der Flaschengärung, sowie vielen weiteren önologischen Neuerungen beteiligt.
spanisch für Roséwein, Rosé. In Katalonien auch Rosat genannt. siehe Clarete.
auch Methode Champagnoise genannt, wird In der Champagner- und Cavaproduktion angewandt. Hierbei stellt man die Flaschen für eine bestimmte Zeit in ein Gestell, auch Rüttelpult genannt, so dass der Flaschenboden schräg nach oben weist. Die Flasche wird in festgelegten Abständen von Hand ca. 30° (oder auch weniger oder mehr, je nach Ansicht des Weinmachers) um die eigene Achse gedreht und gleichzeitig etwas geschüttelt. Dadurch setzen sich nach einiger Zeit die Hefen und andere Trübstoffe im Flaschenhals ab. In modernen, großen Weinbaubetrieben wird dieser Vorgang inzwischen auch computergesteuert und maschinell erledigt. Anschließend erfolgt das Degorgieren.
Bei spanischem Cava, (Crianza und Gran Reserva sagen dabei lediglich etwas über die Ausbauzeit aus) werden je nach Restzuckergehalt folgende Arten unterschieden:
ohne Zucker bzw. bis maximal 6g Restzucker/ltr.
bis zu 15g Restzucker/ltr.
trocken, zwischen 17 und 35g Restzucker/ltr.
halbtrocken, zwischen 33 bis 50g Restzucker/ltr.
süß, über 59g Restzucker/ltr.
Von einem Crianza im Zusammenhang mit Cava wird gesprochen, wenn er mindestens 9 Monate, im unterirdischen Keller bei gleichbleibender Temperatur und Luftfeuchtigkeit, liegend gestapelt so aufbewahrt wird, dass sich die Hefen nach Abschluss der zweiten Gärung gleichmäßig längs im Flaschenbauch absetzen können. Danach folgt das Rütteln und Drehen.
diese Klassifizierung gibt es auch für Cava und bezeichnet Schaumweine mit mindestens 30 Monaten Reifezeit.
in sortenreiner Wein besteht ausschließlich aus dem Most der Traube, unter der er auch klassifiziert wird. Chardonnay 100% entspricht einem sortenreinen Wein. 90% Chardonnay 10% Macabeo wird z. B. als Chardonnay bezeichnet, ist aber kein reiner Chardonnay. Siehe Cabeceo
in Spanien relativ neu, in Deutschland hingegen gut bekannt. Wird angewendet um die Traubenernte bis zum letztmöglichen Moment hinauszuzögern, weil dadurch eine höhere Zuckerkonzentration erzielt wird und so letztendlich süßere Weine herzustellen.
als superhydrophob bezeichnet man die Eigenschaft Wasser abzusoßen bzw sich die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten zu Nutze zu machen. Die superhydrophobe Eigenschaft des Lotusblatts wird oft als Lotuseffekt bezeichnet. Diese kann jedoch durch Verunreinigungen der Blattoberfläche beeinträchtigt werden.
eine oder zwei Klassen besser als der einfache Landwein und schon in Flaschen abgefüllt. Es gibt einige Anbaugebiete in Spanien, die hervorragende Tafelweine, mit guten Punktebewertungen der renommierten Weinführer erzeugen. Vino de la mesa = Tafelwein Vino de calidad = Qualitätswein, Vino de la tierra =.Landwein. Vorsicht! Der Vino de la casa den viele Restaurants anbieten ist meistens ein einfacher Landwein, der mit den oben beschriebenen Qualitätsstufen nichts gemeinsam hat, was jedoch in diesem Zusammenhang keine qualitative Bewertung darstellen soll.
besonders bei Rotweinen werden sie beim Maischen den Stengelanteilen, Trauben- schalen und Kernen entzogen und gelangen so in den Traubensaft. Weitere Tannine nimmt der Wein auch aus dem Holz der Eichenfässer auf, in denen der weitere Ausbau erfolgt. Gute Önologen verstehen es geschickt beim Ausbau des Weines im Barrique damit unzugehen. Junge Weine enthalten normalerweise mehr Tannine. Der Grundbaustein für Tannin ist Phenol C6-H5-OH.
hierbei wird der Traubenmost durch die Zugabe von Weingeist bis zu einem Grad von ca. 11 %vol. Alkohol vergoren. Die Fermentierung wird aber nicht abgeschlossen, da entweder der noch enthaltene Wasseranteil durch Gefrieren entzogen wird oder weil durch den erhöhten Zuckeranteil in der Traube, der Wein nicht weiter gärt. Ein sehr gutes Beispiel für Teilfermentierung ist der Portwein.
Der Boden auf dem die Weinrebe wächst, wird unter Fachleuten gerne als Terroir bezeichnet.
Oberbegriff für Weine aus einigen Gebieten Spaniens. Diese Weine werden im Januar mit Trauben ausgebaut, die nach der Ernte in trockene Speicher eingelagert wurden und so unter Wärmeeinwirkung durch natürliche Dehydrierung zu Rosinen wurden.
hierbei erfolgt die zweite Gärung ebenfalls In der Falsche, jedoch wird der Wein danach entweder in Tanks oder eine andere Flasche umgefüllt und es findet keine Reifung mit Hefen in der Flasche statt.
als trocken bezeichnet man einen Wein der noch relativ viel Tannine enthält. Das Gefühl ensteht im Mund durch das Zusammenziehen der Schleimhäute. Weine deren Reifung in der Flasche noch nicht abgeschlossen ist, erscheinen manchmal als zu trocken.
eine eigene Art der Auslese, vorzugsweise Bei der Rebsorte Pedro Ximénez angewandt, die so nach der Ernte durch eine 15-tägige Sonneneinstrahlung Wasserentzug erfahren. Die so entstehende hohe Zuckerkonzentration macht eine normale Fermentierung sehr schwierig. Das Problem wird jedoch durch die Zugabe von Alkohol gelöst und diese Weine werden zu etwa 90% als echte Mistelas (Süßweine) ausgebaut.
Sedimente aus dem Gärungsprozess (abgestorbene Hefen, pflanzliche Reste der Trauben, nicht lösbare Säureanteile etc., welche sich am Boden des Gefäßes, Tank, Fass etc. absetzen. Seine Entfernung erfolgt durch Dekantieren, Filtern, Separieren.
Lagewein Lageweine, sie stehen in der Zertifizierung noch über der Denominación, wobei in der Beurteilung folgende Faktoren ausschlaggebend sind. Die Bezeichnung wird nur für eine Einzellage, d. h. die Besonderheiten der Rebflächen einer Bodega vergeben. wie z. B. eine besondere Höhenlage über dem Meeresspiegel, einzigartige Klimabedingungen vor Ort, Anbau von Rebsorten oder deren Untersorten, die ursprünglich nicht aus Spanien stammen, einzigartige Struktur und Zusammensetzung des Bodens, sowie weiterer Punkte, deren Aufzählung hier zu weit führen würde. Die Zertifizierung wird nicht nur auf Grund einer der hier aufgezählten Bedingungen vergeben, sondern es müssen immer alle, bzw. fast alle vorhanden sein, und der Wein muß sich in seinem Geschmack, seiner Komplexität und Struktur ebenfalls sehr deutlich von den Weinen benachbarter Bodegas unterscheiden. Zusätzlich müssen alle Voraussetzungen, die zur Erteilung dieses Zertifikats geführt haben, vor Antragstellung fünf Jahre lang ununterbrochen Bestand gehabt haben, und der Wein darf nur innerhalb des zertifizierten Wirtschaftsraums verarbeitet und abgefüllt werden.
Die Trauben werden nach der Ernte nur so weit zerquetscht, dass Kerne, Haut und Rappen (Stängelanteile) nicht gelöst werden, da sie den Most beeinträchtigen können. Danach wird die so entstandene Maische zum Pressen transportiert, ohne mit Luft in Berührung zu kommen. Dadurch wird das frühzeitige Einsetzen der Gärung verhindert.
ein neuer Ausdruck, der gerne bei einigen Önologen benutzt wird und den "psychologischen Zustand" einer Pflanze, die unter Wassermangel leidet beschreibt. Es handelt sich hier um eine meist elektronisch gesteuerte Bewässerungsart von Weinreben nach einem festgelegten System. Dabei wird der Pflanzenwurzel nur in bestimmten Zeitabständen an Teilen Wasser zugeführt, um z. B. bei roten Weinreben eine höhere Fruchtkonzentration in der Traube zu erzielen. Man kann behaupten, dass Wasserstress ein fester Bestandteil des Canopy Managements ist, bei dem die Beachtung jedes einzelnen Rebstocks im Vordergrund steht.
bei der ersten Gärung wird der Most in Wein umgewandelt. Bei der zweiten Gärung, die entweder in der Flasche oder einem größeren Gefäß (Barriquefass) stattfindet, wird dem Wein eine Mischung aus Zucker und Hefen (Dosage) zugegeben, die z. B. beim Cava die charakteristische Kohlensäure entstehen läßt.